Star Missions: Technologische Herausforderungen
Donnerstag, 01. März 2012 20.00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Claus Braxmaier, Hochschule Konstanz & Astrium GmbH (Friedrichshafen) im Planetarium
Unkostenbeitrag:
Erwachsene: Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Fr. 7.--
Jugendliche / Studenten: Â Fr. 5.--
Eine Vielzahl von zukünftigen Weltraummissionen untersucht Fragestellungen der fundamentalen Physik. Dabei werden Präzisionsexperimente zur Überprüfung der Grundlagen unseres physikalischen Verständnisses, insbesondere der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie an Bord von Satelliten und der Internationalen Raumstation ISS durchgeführt.
So will man beispielsweise mit der Mission LISA zum ersten Mal die von Albert Einstein in der Allgemeinen Relativitätstheorie schon 1915 postulierten – und bis dato noch nicht direkt nachgewiesenen – Gravitationswellen detektieren um ein besseres und umfassenderes Bild des Universums und dessen Entstehung zu erhalten.

STAR ist eine vorgeschlagene Mission zum Test der Isotropie des Raumes. Hier wird u.a. überprüft, ob die Lichtgeschwindigkeit wirklich eine Konstante ist; moderne Theorien zur großen Vereinheitlichung der Wechselwirkungen sagen hierbei kleinste Variationen voraus. Solche Weltraummissionen nutzen dabei – im Vergleich zu erdgebundenen Experimenten – die Vorteile der Weltraumumgebung aus. Es herrschen geringere Vibrationen, insbesondere keine Seismik vor und durch geeignete Wahl des Orbits können Parameter wie Geschwindigkeits- oder Gravitationsfeldänderung für das jeweilige Experiment optimiert werden.

Zur Realisierung solcher Vorhaben müssen viele technologische Herausforderungen gemeistert werden. Die Instrumente müssen möglichst kompakt und leicht sein und eine geringe Leistungsaufnahme vorweisen. Die Vibrationen beim Raketenstart erzwingen zudem ein mechanisch sehr stabiles Design und entsprechende Aufbau- und Verbindungstechnologien. In dem Vortrag wird zunächst ein Überblick über aktuelle wissenschaftliche Weltraummissionen gegeben wobei der Schwerpunkt auf der STAR-Mission liegt, an der auch die Hochschule Konstanz und die Astrium GmbH (Friedrichshafen) beteiligt sind. Im Weiteren wird insbesondere auf die technologische Umsetzung eingegangen. In einem Kooperationslabor der Hochschule Konstanz und Astrium werden Schlüsseltechnologien untersucht, die für zukünftige Missionen von entscheidender Bedeutung sind.
Die Astronomische Vereinigung freut sich auf einen spannenden Vortrag. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Benützen Sie bitte die Planetariums-Parkplätze bei der Chocolat Bernrain AG.
